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Mit einem Doppelbeschluss hat die Stadtverordnetenversammlung die Grundsteuern zweistufig erhöht. Die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe und die Grundsteuer B für Grundstücke werden zum 1. 1. 2019 von 380 v. H. auf 430 v. H. erhöht. Zum 1. 1. 2020 werden sie noch einmal auf 480 v.H. angehoben. Der Vorschlag kam aus dem Rathaus und war in der Stadtverordnetenversammlung unbestritten. Der Beschluss war – bei einer Enthaltung – einstimmig. Für ein normal großes Grundstück mit Einfamilienhaus wird in diesem Jahr eine Mehrbelastung von 20 bis 30 Euro pro Jahr erwartet. Die Stadt erwartet davon Mehreinnahmen von ca. 50.000€ pro Jahr. Der Grund für die Erhöhung der Steuern war, dass die Stadt Probleme hatte, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen und auch in den kommenden Jahren keine Verbesserung der finanziellen Situation erwartet. Grebenstein liegt mit den neuen Hebesätzen im Kreisdurchschnitt immer noch in der unteren Hälfte. Der Durchschnitt im Landkreis liegt zurzeit bei der Grundsteuer A bei 446 v.H. und bei der Grundsteuer B bei 452 v.H. Der Landesdurchschnitt für die Grundsteuer B liegt bei 510 v.H.

Über das Programm „Hessenkasse“ will das Land Städte und Gemeinden entschulden, die hohe Dispokredite haben. Diejenigen Orte, die keine teuren Dispokredite benötigen um ihre laufenden Ausgaben bezahlen zu können obwohl sie nicht zu den reichen Orten im Land gehören werden im Gegenzug über die Hessenkasse mit einem Investitionszuschuss belohnt. Grebenstein gehört mit seiner soliden Haushaltsführung dazu. Die Stadt bekommt 1,5 Millionen Euro aus diesem Programm. Das Geld steht für Baumaßnahmen und andere Investitionen zur Verfügung. 90% davon sind Zuschüsse, 10% sind ein zinsfreies Darlehn. Die Stadt hat nun bis Ende 2021 Zeit, Maßnahmen anzumelden, die aus dem Programm finanziert werden sollen.