Verkauf von städtischen Häusern im Moment kein Thema

Häuser
Grebenstein muss ein Haushaltskonsolidierungskonzept vorlegen, weil der Haushalt der Stadt nicht mehr ausgeglichen ist. Dieses Konzept, das die Stadt innerhalb von wenigen Jahren aus dem Defizit herausführen soll, sieht auch die Prüfung des Verkaufs von Wohngebäuden vor. Die SPD hat nun den Verkauf von vier städtische Wohnhäusern in Grebenstein von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung nehmen lassen, weil es dazu noch zu viel Klärungsbedarf gibt.

Die städtischen Mietshäuser sind nicht wirklich rentabel. In diesem Haushaltsjahr werfen sie einen Gewinn von einigen Tausend Euro ab. Üblich ist jedoch, dass die Stadt hier zuschießen muss. Die SPD wendet sich dennoch dagegen, ohne ein unterliegendes Konzept und ohne genaue Zahlenangaben städtische Häuser zu verkaufen. Welche Häuser verursachen denn das Defizit? Wie hoch sind die Defizite, die die einzelnen Häuser verursachen? Wie kann man denn verhindern, dass die „Sahnestückchen“ verkauft werden und die Stadt auf den Problemfällen sitzen bleibt. Das Haushaltsdefizit würde dadurch noch größer werden.

Grebenstein besitzt 71 Wohnungen. Die Stadt ist im Wesentlichen durch die jahrzehntelange erfolgreiche Altstadtsanierung zu diesen Immobilien gekommen. Alte Häuser wurden aufgekauft, mit Fördermitteln saniert und vermietet. Diese Häuser sind ein nicht unerheblicher Teil der Altstadt und die Zukunft dieser Häuser hat auch Einfluss auf die Weiterentwicklung der Altstadt. Die SPD wird sich nicht dagegen wehren, einzelne Häuser zu verkaufen, wenn es sinnvoll ist. Noch sinnvoller wäre es jedoch, wenn der Betrieb des Immobilienbesitzes der Stadt neu organisiert werden würde, um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Erhaltung der schönen Altstadt nicht gefährdet ist.