Gärten am Cellicken werden mögliches Bauland

Die Hagengärten sind am Celliken nicht gerade vorzeigenswert. Die meisten sind nicht mehr bewirt-schaftet und sehen entsprechend aus. Als Bauland sind sie hervor-ragend geeignet, 3 Minuten Fußweg zum Kindergarten, zur Schule, zum Bahnhof und zum nächsten Ein-kaufsmarkt. Die SPD hat mit ihrer Stimmenmehrheit in der Stadtverord-netenversammlung die Bebauung entlang der „Steinernen Brücke“ grundsätzlich auf den Weg gebracht. Ob dort wirklich gebaut werden kann, hängt jedoch davon ab, ob die Grundstückseigentümer damit ein-verstanden sind und die Verkaufs-verhandlungen für die Grundstücke erfolgreich sind. Die künftigen Bau-plätze müssen am Ende zu orts-üblichen bezahlbaren Preisen ange-boten werden können.
Zwei Bebauungskonzepte waren schon in einer vorhergehenden Sit-zung vorgestellt worden. Das eine Konzept sah nur eine zweige-schossige Bebauung entlang der Straße „Steinerne Brücke“ vor. In Richtung Stadtmauer sollte die Grünfläche erhalten bleiben. Der zweite Vorschlag sah hingegen etwas Neues vor: Die Fläche sollte im eingeschossigen Bungalowstil bebaut werden. Zielgruppe der Bauherren sollten ältere Menschen sein, die gleich in der Nähe des geplanten Pflegeheims wohnen wollten. Die Grünfläche zwischen den einzelnen Gebäuden sollte einheitlich parkähnlich ohne Zäune gestaltet und gepflegt werden. Die Meinungen in der Stadtverord-netenversammlung gingen darüber weit auseinander. Die CDU wollte eine Bebauung des gesamten Bereiches der Gärten Celli-cken/Potthagen, der Magistrat em-pfahl die einzeilige Bebauung ent-lang der Straße und die FDP wollte gar keine Bebauung haben, sondern nur ein Konzept zur Nutzung und Ge-staltung der zweifellos historischen Hagengärten.
Die SPD ist der Empfehlung des Magistrates gefolgt, die zunächst nur die einzeilige Bebauung vorsieht, jedoch einplant, dass auch eine spä-tere zweizeilige Bebauung in Rich-tung Stadtmauer möglich ist, wenn der Denkmalschutz dies erlaubt und wenn die Grundstücke für eine Bebauung auch wirklich zur Verfügung stehen. Ob es in Gre-benstein tatsächlich einen Bedarf für Bauland für die Zielgruppe „ältere Personen“ gibt wird von der SPD bezweifelt. Es dürfte eher die Aus-nahme sein, dass ältere Menschen noch einmal in ein neues Haus ziehen. Die Erfahrungen haben viel-mehr gezeigt, dass junge Familien mit Kindern Bauland suchen. Genau diese Gruppe möchte die SPD an Grebenstein binden und nach Grebenstein holen. Die Attraktivität der Stadt für junge Familien ist von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Stadt.