Kindertagesstätte: Container sind noch bis Mitte 2016 erforderlich.

Die Sanierung des neuen Gebäudes der Kindertagestätte wird noch deutlich teurer als erwartet. Das Gebäude war vor erst vor 7 Jahren für über 1,2 Millionen Euro gebaut worden. Im Jahr 2014 berichtete Bürgermeister Sutor in der Stadtverordnetenversammlung erstmals von Baumängeln. Schon bald stellte sich heraus, dass insbesondere aufsteigende Feuchtigkeit in fast allen Teilen des Gebäudes zu beobachten ist. Das Haus wurde aus dem Betrieb genommen und die Kinder sind seit Februar 2015 in Containern untergebracht. Die Stadt zahlt seitdem ca. 8000 Euro für die Miete der Container pro Monat. Die schlechten Nachrichten häufen sich in letzter Zeit. Hatte die Stadtverordnetenversammlung im Haushaltsansatz 2015 noch 440.000€ für die Sanierung des Gebäudes eingeplant, so wurden im Nachtragshaushalt im September weitere 180.000€ bereitgestellt. In der Stadtverordnetenversammlung im Dezember wurde die Kostenschätzung nun um weitere 230.000€ auf insgesamt 850.000€ erhöht. Die Sanierung des Gebäudes hat begonnen und die Wiederinbetriebnahme ist mittlerweile auf Mitte 2016 verschoben worden. Als Hauptursache für den Feuchtigkeitsschaden waren zunächst Undichtigkeiten im Wasserleitungsnetz des Gebäudes vermutet worden. Diese Vermutung war jedoch falsch. Nach Angaben des Gutachters der Stadt steht jetzt fest, dass die Bodenplatte auf der Rückseite des Gebäudes nicht richtig gegen eindringendes Wasser abgedichtet wurde. Fehler wurden sowohl in der Bauausführung als auch in der Bauplanung gemacht. Nach Angaben des Gutachters kommen derartige Gebäudeschäden häufig vor. Die Dachkonstruktion des Gebäudes, die sich als verdächtiger Verursacher für Feuchtigkeitsschäden ebenfalls anbietet, hat nichts mit den Schäden zu tun. Gelobt wurde von dem Gutachter insbesondere der offene und transparente Umgang der Stadt gegenüber den Eltern der Kinder, der dazu geführt hat, dass Kritik der Eltern weitgehend ausgeblieben ist. Die Stadt hatte schon sehr früh Schadstoffmessungen in dem Gebäude in Auftrag gegeben, um auf jeden Fall zu vermeiden, dass es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Kinder kommt. Auch die Sanierung des Gebäudes steht unter der Aufsicht eines Schadstoffexperten. Die Kosten der Sanierung reißen ein Riesenloch in den Haushalt der Stadt, die 2015 erstmals nach mehreren Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen konnte. Daran hat sich bisher auch nichts geändert, denn die Stadt konnte bei der Finanzierung der Sanierung auf Rücklagen aus der Vergangenheit zurückgreifen. Über den Schadensersatz-anspruch werden die Gerichte entscheiden, dies kann noch mehrere Jahre dauern.