Kurswechsel bei der CDU?

Mit großen Interesse hat die SPD den angekündigten Kurswechsel der Grebensteiner CDU in Richtung Sozial-, Familien und Kulturpolitik zur Kenntnis genommen. In einem Antrag zur Stadtverordnetenversammlung forderte die CDU einen Ausschuss für Sozial-, Familien- und Kulturpolitik und begründete dies damit, dass die Stadt 40 Jahre „technokratische“ Altstadtsanierung und Stadtentwicklung hinter sich habe und dabei Themen wie Familie, Soziales, Sport, Kultur und Vereine vernachlässigt worden wären.
SPD und auch FDP haben den Antrag abgelehnt. Ein Ausschuss für Sozial-, Familien- und Kulturpolitik ändert nicht die Arbeitsschwerpunkte der Stadtverordnetenversammlung, das müsste die CDU schon selber tun und genau hier hat sie in der Vergangenheit wirklich nicht geglänzt, sondern eher gebremst.
Die Altstadtsanierung in Grebenstein wurde schon vor einem Jahr offiziell beendet. Am Thema Stadtent-wicklung über die „Aktiven Kernbereiche“ wird die SPD auch weiterhin intensiv arbeiten, ist es doch untrennbar verbunden mit Sozial-, Familien- und Kulturpolitik. Das Betreute Wohnen Projekt der Philippstiftung e.V in der Markstraße 28, die Neugestaltung des Geländes der Friedrich-Wilhelm Nordbahn, die Arztpraxis in der Hagenmühle, der geplante Generationenspielplatz und der Grebensteiner Handwerkermarkt sind Belege dafür. Von dem angekündigten Kurswechsel der CDU erhofft sich die SPD insbesondere eine bessere Unterstützung von der CDU bei dem Bauvorhaben Marktstraße 28, bei dem Wohnanlagen für Betreutes Wohnen, eine Arztpraxis und eine Praxis für Physiotherapie entstehen sollen. Das ist Sozial- und Familienpolitik und würde ganz sicher auch die Zustimmung des von der CDU geforderten Ausschusses für Sozial-, Familien- und Kultur-politik finden. Offen bleibt für die SPD die Frage, weshalb die CDU ihren Kurswechsel erst nach der Kommunalwahl durchführen möchte und sich dadurch in den Verdacht bringt, lediglich Wahlversprechen zu machen.